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Kontext - Die im 2. Berliner Hinterhof gelegene Villa war einst Teil eines stadtbekannten Tanzpalastes (Ende 19. Jht.). Im Krieg wurde die Villa empfindlich zerstört, der große Ballsaal ist unwiederbringlich verloren gegangen. Die Rettung und Sanierung der Villa verfolgt eine Verbindung der unterschiedlichen (Architektur-) Sprachen: die Gegenüberstellung einer historischen und einer modernen - in Reminiszenz an die Altmeister des architektonischen Alt - Neu, Schattner, Scarpa und Siza. Konzept - Die Außenraumgestaltung nimmt in Form zweier Grünachsen Bezug auf die räumliche Situation. Der Ergänzungsbau wurde bis dato nicht realisiert, ebenso die geplanten Wasserläufe im Hof. Entlang der Grünachsen, so der Gedanke, werden die Luftströme in und durch das Gebäude geführt. Die Querlüftung führt die Frischluft durch Öffnungen in der Fassade in die Halle und weitert über Lamellen an der Brandwand bis zum Dach. Die 2-geschossige Villa wird zu einem modernen 5-geschossig nutzbaren Verwaltungsbau umgebaut: die Spuren der Vergangenheit werden bewusst freigelegt, das Neue wird im Dialog zu dem Alten entworfen und eingesetzt. Gebäudestruktur – Die Büroflächen, welche die Villa beherbergt besteht aus einer Reihe differenzierter Räume. Nicht nur herkömmliche Bürostrukturen, sondern auch halb offene Kombi-Räume dienen als Arbeitsplätze, Veranstaltungs- und/ oder Kommunikationsorte. Vor allem der Große Saal (Ausstellungssaal), mit seinem rekonstruierten üppigen Deckenstuck wurde gekonnt durch Elemente moderner Architektursprache ergänzt. Dort eingebaute, mit Luft und Licht durchflutete Büroräume bitten die Basis für die darüber liegende Galerieebene. Konstruktion – Die Villa ist ein konventioneller Mauerwerksbau. Ihre Struktur wird durch die Stahlkonstruktion ergänzt (Staffelgeschoss). Eine filigrane Brücke und das Flugdach, sollten als Bindeglied hindurch und über dem alten und neuen Baukörper schweben. |
Bauvorhaben
Umbau einer denkmalgeschützten Villa, Lph 5 - 8
Projektname
Villa Hasenheide, Büro - Cafe - Galerie, Berlin
| Bauherr | Privat |
| Typologie | Büro- / Geschäftsgebäude |
| Ort | Hasenheide 54, Berlin - Kreuzberg |
| Nutzfläche | 1.050 qm |
| Bearbeitung | 1991 |
| Projektteam | |
| Fachingenieure | |
| Kooperation | für Dinse Feest Zurl Architekten |
