Kontext - Kernstück der Landesvertretung ist das 1892 errichtete Gebäude Jägerstraße 2-3. Bauherr war der "Club von Berlin", ein großbürgerlicher Verein, der das 1893 eingeweihte Haus bis in die 1930er Jahre als Clubhaus für Veranstaltungen nutzte. Die Architekten Kayser & Großheim vereinigten zeittypisch verschiedene Stile im Gebäude. Nach dem 2. Weltkrieg zog der "Kulturbund" der DDR in das stark beschädigte Haus ein. Die Institution lies es wieder aufbauen und übernahm auch das 1871 erbaute Eckgebäude Jäger-/ Mauerstraße. Nach der Wiedervereinigung wurde das Ensemble 1998 von der Freien und Hansestadt Hamburg erworben.

Konzept - Die Architektur besticht durch die gelungene Verbindung der modernen Architektursprache mit den vorgefundenen räumlichen und historischen Kontexten. Die durch ihre großzügige Architektur geprägten Häuser erfüllen mit ihren funktionalen und vorbildlich gestalteten Räumen alle Voraussetzungen, um als Begegnungsstätte für Politik, Wirtschaft und Kultur zu dienen. Ein vertikaler Luftraum verbindet großzügig alle Geschosse des Hauptgebäudes. Es folgt einer Reinterpretation des frühen Innenlichthofs.

Gebäudestruktur – Die Raumfolge der großzügigen Säle und das Treppenhaus mit breiten Marmorstufen, schmiedeeisernem Geländer mit Messing - Handlauf blieben erhalten. Im Eckhaus wurden Büros und Gästezimmer untergebracht. Das Haupthaus wurde mit modernen, funktionalen Büroräumen ausgestattet. Die vielgestaltigen Funktionen (große Säle, Kaminzimmer, Hansekeller mit Bar) sind mit ausgeprägtem Aufwand und Liebe zum Detail in Szene gesetzt.

Konstruktion – Die Gebäude sind konventionelle Mauerwerksbauten. Ihre Struktur wird durch die Stahlkonstruktion ergänzt (Lichthof, Staffelgeschoss des Eckbaus, Zufahrt).
Die denkmalgeschützte Fassaden wurden saniert und instandgesetzt, die verloren gegangene oder zerstörten Fassadenelement wurden rekonstruiert ggf. als Neuinterpretation des Historischen entworfen. für Dinse Feest Zurl Architekten

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Bauvorhaben

Umbau, Sanierung eines denkmalgeschützten Ensembles, LpH 8

Projektname

Landesvertretung Freie und Hansestadt Hamburg in Berlin

Bauherr Freie und Hansestadt Hamburg
Typologie Sonderbau, Verwaltungsbau. Denkmalschutz
Ort Jägerstrasse 2-3, Berlin - Mitte
Nutzfläche 4.000 qm
Bearbeitung 1999 - 2001
Kooperation für Dinse Feest Zurl Architekten
 
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